Die Dämonen in mir

Alexa Enderli

Ein kleiner Einblick in mein Leben, als die Depression mein Leben beherrschte.

Es war einer der Tage wo ich am liebsten im Bett geblieben wäre, mir die Decke über den Kopf gezogen hätte und mich den ganzen Tag dort verstecken wollte.

Was habe ich mich einsam und allein gefühlt, so verloren. Keiner hat mich verstanden, geschweige es nachvollziehen können. Wie man sich nur so gehen lassen kann, es war für mich ein Teufelskreis. Desto mehr ich was wollte, desto tiefer und schlechter ging es mir. Die Ängste, Überforderung und die Panikattacken wurden immer schlimmer. Also blieb mir ja nichts anderes übrig, als einfach nichts zu tun. Ich fühlte mich immer schlechter, fing mich an zu hassen und zu verurteilen. Gerade, weil ich ja gar nicht so sein möchte und war. 

  • Wo ist denn nur mein wahres ICH geblieben? 
  • Warum musste mir das passieren? 

Ich will da raus, denn das bin ich doch gar nicht! Es ist wie ein “Dämon“, der meinen Körper in Besitz genommen hat und ihn jetzt beherrscht. Ich kann denken, was ich will, mir was vornehmen, aber dieser “Dämon” hält meinen Körper voll zurück.

Ich sehnte mich so nach meinem alten Leben, fragte mich ständig:

  • Wie lange noch? 
  • Warum gerade Ich?

Als ich dann endlich meinen Hintern aus dem Bett bekommen hatte, ging es ganz langsam und schleppend zum Bad.

Jede Anstrengung war zu viel für mich, (schon erschreckend was sonst mit links geht, ist in solch einem Zustand Schwerstarbeit).

Meine Kinder, die Antreiber.

Was mich jedes Mal antrieb, waren meine Kinder, meine innere Stimme, nenne sie mal Freddy, die mir immer wieder einen Arschtritt verpasste. Ohne meine Kinder würde ich sicher noch heute im Bett liegen und mich unter der Decke verstecken.

Bei ihnen fühlte ich mich wohl, sie gaben mir die Kraft, den Tag einigermassen zu überstehen.

Und die tiefe Dankbarkeit, die ich für meinen lieben Mann empfinde, ist unbeschreiblich. Der mir alles, wirklich alles zu Hause abnahm. 

  • Einkaufen
  • kochen,
  • Haushalt

sogar das Staubsaugen und waschen.

Es überforderte mich alles nichts ging mehr

Weil dies für mich zu viel war, es überforderte mich, setzte mich so unter Druck, dass ich so erschöpft war. Ich konnte es nicht meistern.
(für jemanden, der das nicht selbst durchlebt hat, ist dies nicht nachvollziehbar)

Ich wusste schon am Vorabend, dass ich einkaufen gehen sollte. Nur schon der Gedanke, als ich ins Bett ging, liess mich schlecht schlafen. Als ich mich dann auf den Weg machen wollte, stieg eine Panik in mir hoch, mir wurde schlecht und ich fing an zu zittern. Ich setzte mich hin und musste die ganze Sache abblasen. Ja super, dachte ich, nicht mal mehr für das bist du zu gebrauchen. Enttäuscht von mir selber gab ich auf und verurteilte mich zutiefst.

Kraftlos – Erschöpft

Das kostete so viel Kraft, dass ich mich ausruhen musste (das kann ein Aussenstehender nicht nachvollziehen). Heute bin ich dankbar, dass ich da durchgehen musste, denn es hat mir gezeigt, wenn man wirklich am Tiefpunkt mit der Psyche ist und in so einem Teufelskreis steckt, geht immer wieder eine Türe auf, die dich weiterbringt. Die dir aufzeigt, dass es auch noch eine andere Möglichkeit gibt und man jederzeit neu wählen kann.

Ich möchte dir MUT machen, um dich zu entscheiden, was DU wählst!

Bleibst du lieber in deinem eigenen Leben gefangen oder willst du wieder ein Teil des Lebens sein, das voller Freude und Liebe strotzt?

Mein Tipp an dich:

Wähle jede Minute neu und auch du wirst deinen Weg aus deinem „Gefängnis“ finden.

 

In liebe deine Alexa💝🙏 

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